04.21.08
Es ist Sonntag
Die Sonne scheint, die Leute gehen wieder aus dem Haus, die Kinder rennen auf der Wiese herum, der Springbrunnen plätschert freudig vor sich hin, die Bienen summen, die Vögel zwitschern. Ein ganz normaler Sonntag. Er schlendert fröhlich in dem Park vor seiner Wohnung. Geniesst seinen freien Tag und wünscht sich, dass das Leben immer so sei. Er biegt ab und will sich im Gras setzen. Doch es hat ihm zu viele Leute. Man geht weiter. Angekommen an einem Eck des Parks will er sich dann endlich setzen, stutzt und bleibt stehen.
Was zur Hölle…?
Vor ihm befindet sich ein grosser Betonwürfel, er reicht ihm gerade zur Stirn hoch. Was das wohl sei, fragt er sich erneut und geht um den Würfel herum. An der Rückseite entdeckt er eine Türe, gleichzeitig packt ihn eine enorme Neugier was wohl darin sei. Er zögert erneut, fragt sich immer wieder warum jetzt dieser Würfel hier steht, er gehe doch so oft in den Park, doch er hat ihn noch nie gesehen. Er wendet sich wieder der Türe zu. Seine rechte Hand berührt den Türknauf, drückt ihn nach unten und löst die Hand wieder.
Was mache ich eigentlich? Ich habe doch gar kein Recht da hinein zu gehen. Ach was solls. Was ist schon daran.
Er öffnet die Türe und bleibt wie angewurzelt stehen. Rot. Der ganze Raum ist in roter Farbe gestrichen und hat keinerlei Inhalt. Als er eintritt bemerkt er dass der Boden sanft nachgibt, ja fast schon wie ein Kissen. Rot, überall rot. Er bleibt stehen. Klack! Die Türe schnappt hinter ihm zu. Sein Herz bleibt stehen, er dreht sich ruckartig und will sofort aus diesem Raum. Doch die Türe lässt sich nicht öffnen, sie ist geschlossen!
Scheisse! Wo bin ich hier?
Er tastet instinktiv alle vier Wände mit seinen Händen ab, es müsse doch noch einen anderen Weg geben. Noch einmal will er die Türe öffnen, doch sie ist immer noch geschlossen. Er zückt sein Mobiltelefon.
Kein Netz…Ähm… Hilfe!?
Langsam gleitet er mit dem Rücken zur Wand zum Boden, hilflos, er kann immer noch nicht realisieren was ihm gerade widerfahren ist.
Ein Tag vergeht. Hilfe kam keine. Er hat Hunger. Klappte sein Taschenmesser auf und legte es wieder zurück auf den Boden, neben Handy und Portemonnaie, mehr beinhalteten seine Taschen nicht.
Ich bin verloren. Hier komme ich nicht mehr heraus. Das wars.
Er weiss nicht mehr was für Zeit es ist, ja er vergass sogar den Wochentag, jede Sekunde wie eine Ewigkeit. Er greift zum Taschenmesser.
Schatz, verzeih mir.
Klick…Klack… Die Türe fliegt auf.
Wenn du mich küsst, küss ich dich
Wenn du mich siehst renn ich weg
Ich wollte dich schon immer einmal vermissen
Wenn du an mich denkst schreib ich dir
Hoffentlich kannst du lesen
Lese ich von dir bin ich verliebt
Kein Wunder
Entdecke die siebte Wolke
Halte mir den Regen fern
Vertrauen
Sicherheit
Schmetterlinge und Flugzeuge
Eine natürliche Droge
Lass uns gemeinsam durch das Leben schreiten
Einsam stolpert man
Wenn wir uns dann wieder sehen
Küssen wir uns
Nirgendwo
Jetzt
Du bist wach
Alles ist anders
Ich stehe auf
Aber da ist nichts
Mein Herz rast
Führungslos
Wo bist du
Hörtest du mich schreien
Gewöhne mich an den Wahnsinn
Es ist ein Zwang
Und hier bist du
Ich fühle